Was kostet Kendo?

Einige die sich für Kendo interessieren, werden oft durch die Kosten für die Ausrüstung abgeschreckt, die man sich auch noch meist im Ausland bestellen muss. Aber wieviel kostet Kendo wirklich? In diesem Artikel zeigen wir das Kendo gar nicht viel teuerer sein muss als herkömmliche „Sportarten“.


 

Die direkten Kosten von Kendo liegen natürlich in den Mitgliederbeiträgen für den Klub. Irgendwann muss man sich als Anfänger auch eine Grundausstattung besorgen wie im Artikel „Welche Ausrüstung brauche ich am Anfang?“ beschrieben. Ab 100€ kann man sich schon für die ersten sechs Monate an Ausrüstung eindecken.

Das ist keineswegs ein Muss. Lockere Sportklamotten und ein eigenes Shinai für 30€ reichen auch vollkommen für die erste Zeit.
Damit kann man erstmal problemlos trainieren und für die Rüstung sparen.

Für Kinder und Jugendliche gibt es schon Kinderrüstungen ab ca. 250€.
Für Erwachsene gibt es nach oben im Prinzip fast keine Grenzen.
Eine gute, maschinengenähte Rüstung kostet ab ca. 400€.
Handgemachte Rüstungen gibt es schon ab ca. 1.000€.
Je nach Anspruch kostet ein Shinai zwischen ca. 30 und 100 EUR,
Ein Gi-/Hakama-Set gibt es für ca. 60€, 170€ und ab 300€.
Ein Bokuto (Bokken) kostet ab ca. 30€ aufwärts.

So eine Anschaffung der Ausrüstung sieht auf den ersten Blick etwas teuer aus. Aber eine Kendo-Rüstung kauft man sich einmal und trainiert damit mehrere Jahre!

Generell gilt, dass Anfänger keineswegs gleich zum Teuersten greifen sollten.
Es gibt eine gute mittlere Qualität, die für unsere Trainingsintervalle und –intensität ohne Probleme für mehrere Jahre ausreicht. Meine erste Rüstung hat auch knapp 300€ gekostet und die habe ich  5 Jahre lang täglich getragen bis sie schon fast ausseinander fiel.
Die zweite Rüstung war eine gute maschinengenähte für knapp 900€.
Diese habe ich allerdings einem Anfänger für gerade mal 350€ abgekauft.
Er hatte sie nur ein paar Wochen getragen und hat dann mit Kendo aufgehört.
Sie war noch fast unbenutzt und sehr gut erhalten. Es lohnt sich also, im eigenen Klub mal nachzufragen ob es „Ehemalige“ gibt die ihr Zeug loswerden wollen.

Shinais gehören sozusagen zum Verbrauchsmaterial und man sollte stets mindestens zwei im Training dabei haben. Nach Murphys Gesetz geht nämlich ein Shinai stets während eines Trainings kaputt und nicht zuhause im Schrank:-) Am besten kauft man sich gleich 3-4 Stück von der gleichen Sorte.
Dann kann man immer wieder neue Shinais aus alten, noch intakten Streben zusammenbauen.

Verglichen dazu sind andere Sportarten wie z.B. Laufen wo man sich jedes Jahr 1-2 Paar Turnschuhe (100€-150€), atmungsaktive Klamotten passend zur Jahreszeit (100€-300€) und die neueste Pulsuhr (200€-300€) kauft auch nicht viel „günstiger“.
Mitgliedschaften in einem Fitness- oder Yoga-Club sind mit knapp 100€ pro Monat auch nicht gerade ein Schnäppchen.
Mit der Ausrüstung für Sportarten wie Wind-/Kitesurfen, Golfen oder Tennis kann man Kendo Sachen schon gar nicht mehr vergleichen.

Aber wie überall im Leben ist es nur eine Sache der Prioritäten. Für eine Sportart die einem Spass macht und die man intensiv betreibt, spart man gern jeden Euro für die Ausrüstung. Geld sollte da keine Hindernis sein, denn der Sport gibt uns viel mehr zurück als man mit Euros bezahlen kann.

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